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Romantische Erstlinge

„Das Trio Fontane aus Zürich spielt das einzige Klaviertrio von Hermann Goetz (1840–1876) und das erste der vier Trios von Hans Huber (1852–1921). Sie enthalten im Kern alles, was für die Kammermusik der beiden Schweizer Romantiker kennzeichnend ist: zarte Lyrismen und Leidenschaft, schwärmerisches Pathos und instrumentale Bravour. Beim Trio Fontane sind die beiden Werke dank hinreissenden Interpretationen ideal aufgehoben.“

(Walter Labhart, Kulturtipp 6/20)

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Temporausch mit Folklore-Flair

„Das Trio Fontane und Nicolas Senn überzeugten beim Osterfestival mit ungewöhnlichen Arrangements. Ihr hinreissendes Zusammenspiel verleitete das Publikum zu Begeisterungsstürmen. „Vo Lozärn gäge Weggis zue“ und Rossinis Ouvertüre aus „Wilhelm Tell“, Haydn, Brahms und eine Uraufführung: All dies zeigte die Spannweite von „Klassik trifft Folklore“. Das preisgekrönte Trio Fontane bot zusammen mit Nicolas Senn einen Konzertabend der besonderen Art. Dass sie vieles auswendig spielten, intensivierte den hervorragenden Zusammenklang. Wie Verzögerungen zelebriert wurden, um umso vehementer in den nächsten Geschwindigkeitsrausch zu stürzen, war phänomenal.

(Zuger Zeitung, 31. März 2018, Gerda Neunhoeffer)

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Fast wie im Märchen

„Der Funke sprang schon bei den ersten Takten aufs Publikum über. Sie spielten in Höchstform, zeigten auf beeindruckende Weise, wie sie und die Instrumente miteinander kommunizieren. Kurze Blicke untereinander, ein Lächeln da, ein Kopfnicken dort reichte aus. Fest steht, dass fast 16 Jahre gemeinsames Spiel vieles zur Selbstverständlichkeit macht und trotzdem braucht es für jeden Auftritt die totale Aufmerksamkeit und das Engagement jedes Einzelnen.“

(St. Galler Tagblatt, 23. Januar 2018, Vroni Krucker)

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Zürich klingt

„Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass in der Schweiz, genauer gesagt in Zürich, in den letzten zweihundert Jahren zumindest handwerklich untadelige, aber auch inspirierte und sogar begeisternde Musik geschrieben wurde – hier ist er!“

Aufgenommen wurden Lieder und Kammermusik, verdienstvollerweise nicht nur von Othmar Schoeck, dem berühmtesten in Zürich lebenden Komponisten, sondern auch von heute unbekannten Musikern wie Friedrich Niggli, Emil Frey oder Hans Jelmoli. Nicht fehlen durften natürlich Werke von Xaver Schnyder von Wartensee und Hans Georg Nägeli, den Grössen der Schweizer Musik des 19. Jahrhunderts und von Johann Carl Eschmann, dessen Musik immer grosses Hörvergnügen bereitet. Die Welt hat vielleicht nicht gerade auf ein Klaviertrio-Arrangement von Smetanas Moldau gewartet, aber der gebürtige Berliner Boris Mersson hat es auf jeden Fall mit Können und Geschmack geschrieben. Das ausgezeichnete Trio Fontane spielt es klangschön und mit Verve. Seine Pianistin Andrea Wiesli zeichnet nicht nur für die Programmauswahl verantwortlich, sondern begleitet auch die Sopranistin Muriel Schwarz und den Bariton Ruben Drole in überaus lebendigen Interpretationen der Lieder. Ausserdem stellt sie mit Volkmar Andreaes Drei Intermezzi für Klavier ein unbekanntes Werk des berühmten Dirigenten vor. Last but not least rundet das hervorragende Klaviertrio «über ein Zürichsee-Lied» von Carl Rütti, eine Auftragskomposition der Zentralbibliothek, mit neuen Klängen zwei CDs ab, denen man viele Hörer wünscht.

(Schweizer Musikzeitung, 9. November 2017, Daniel Lienhard)

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Radecke Piano Trios and Fantasy Pieces

„No composer, living or dead, could ever hope for his or her music to be played with greater empathy, emotional sincerity, and tonal beauty than it is here. For all lovers of gorgeous Romantic chamber music its immediate purchase is not just urgently recommended, it’s compulsory.“
(Fanfare Magazine, July/August 2017, Jerry Dubins

„Das Schweizer Trio Fontane hat sich zu einer festen Grösse in der Klaviertrio-Landschaft entwickelt und überrascht immer wieder mit originellen Programmen. Mit einem ausgesprochenen Feinsinn für Farbenvielfalt und einem überzeugenden Gestaltungswillen schürfen die drei Musikerinnen und Musiker die verborgenen Schätze dieser hochromantischen Musik zutage und lassen sie funkeln wie ein Kaleidoskop. Es ist Musik zum genussvollen Hin- und Zuhören. Und sie zeigt, wie wertvoll solche Trouvaillen für die Bereicherung des üblichen Musikbetriebes sind.“
(Radio Swiss Classic, Musik unter dem Weihnachtsbaum, 13. Dezember 2016, Irène Maier

„Robert Radeckes Kammermusik steht der zahlreicher Zeitgenossen in nichts nach – zumal wenn sie so feinfühlig und hochengagiert geboten wird wie hier. Das Trio Fontane, 2002 an der Zürcher Musikhochschule gegründet und von jeher ein Anwalt auch wenig bekannter (auch schweizerischer) Musik, ist in Radeckes Idiom hörbar zu Hause und bietet engagierte, tiefgründige Interpretationen. Die Energie springt unmittelbar über, dem Gespür für Kantilene wird an passender Stelle aber auch immer der rechte Platz eingeräumt. Sehr schön ausgespielt wird auch das dynamische Spektrum der Musik, bis in das differenzierteste Pianissimo bleiben die Texturen aber von größter Klarheit.“
(Klassik.com, Dr. Jürgen Schaarwächter)

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Hackbrett in Symbiose mit Klassik

DORF-BLITZ BRÜTTEN, Dezember 2015
Sandra Lanz
Bildschirmfoto 2015-12-25 um 11.29.27„Ein volles Haus zeugte vom Triumpf dieses Anlasses in der Adventszeit. 350 Zuhörer füllten die Brüttemer Mehrzweckhalle und freuten sich auf die angekündigte Liaison von klassischen Klängen und Hackbrett-Tönen. Die „Crossover“-Künstler wagten die Grenzüberschreitung zwischen den Musikgenres Folklore und Klassik mit Erfolg. Werke der klassischen Sparte von Liszt, Haydn, Schubert und Hubay mischten sich mit Hackbrett-Wirbeln. In ein Potpourri von verschiedenen Zigeunerliedern fielen klassische Einwände, wurden stürmisch akzentuiert und gelungen verkettet. Gekonnt jagten sich Tonfolgen: Mit stetigem Blickkontakt stimmten sich die Musiker wirkungsvoll untereinander ab. Die Aufmerksamkeit der Zuhörerschaft wurde durch Solodarbietungen auf jeden Künstler gelenkt. Die Begabung und Vielseitigkeit der einzelnen Musiker an ihren Instrumenten beeindruckte. Die Ernsthaftigkeit, klassische Werke mit der spielenden, tänzerischen Volksmusik in Einklang zu bringen, ist dem Ensemble überaus geglückt. Dem Auditorium schien diese Verflechtung zweiter ganz verschieden gelagerten Musikrichtungen gefallen zu haben. Der stürmische Applaus und Bravorufe entlohnten die Künstler. Mit spürbarer Begeisterung verliessen die Gäste die Mehrzweckhalle.“

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Schalk und Lebensfreude des Trio Fontane

WILER ZEITUNG, 15. September 2015
Caro Nadler
Trio Fontane Fischingen„Selten sieht man ein Kammermusikensemble mit solch einer Freude musizieren. Wo meist Konzentration die Mimik erstarren lässt, strahlte auf den drei Gesichtern des Trio Fontane offenes Lächeln und Begeisterung. Musik wurde so zu einer beispiellosen Lebendigkeit erweckt, die sich im aufmerksamen Lauschen des Publikums spiegelte – und im begeisterten Applaus.“

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Brillianz durch Musik von Hans Huber

OLTENER TAGBLATT, 6. Mai 2014

Jürg Nyffenegger
„Die Hans-Huber-Stiftung Schönenwerd hatte das Trio Fontane eingeladen, und dieses nahm sich Hubers erstem Klaviertrio an und überzeugte die Zuhörenden im Casinosaal mit einer inspirierten, sorgfältig vorbereiteten Interpretation, die sowohl den dramatischen wie den lyrischen Aspekten des spätromantischen Werks in jeder Beziehung gerecht wurde. Besonders positiv aufgefallen sind die Ausgewogenheit der Instrumente, die Harmonie in Ausdruck und Phrasierung und die unbändige Spiellust. Da spürte man viel Erfahrung, die aber nicht in monotone Routine abglitt.“

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Trio Fontane spielt zum Jubiläum

ZÜRICHSEE-ZEITUNG BEZIRK HORGEN

Dany Tettamanti
„Wenn klangvolle Töne derart gefühlvoll das Publikum bezaubern können, wie dies das Trio Fontane beherrscht, dann haben sich die idealen Künstler zusammengetan.“

„Noëlle Grüebler, Violoncellist Jonas Kreienbühl und Pianistin Andrea Wiesli offenbarten schon ab dem ersten Ton eine lustvolle Virtuosität und ein harmonisches Zusammenspiel. Hautnah erlebten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer zwei leidenschaftliche Musikerinnen und einen Musiker, die mit ihrem agilen Spiel ein berührendes Musikerlebnis erster Güte boten.“

 

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Tschaikowsky mit Esprit

RHEIN-NECKAR-ZEITUNG 16. Oktober 2013

„In seiner Schweizer Heimat zählt das 2002 gegründete Trio Fontane zu den arriviertesten jungen Kammermusikformationen. Im dritten Saisonkonzert der Gesellschaft der Musik- und Kunstfreunde Heidelberg lieferte das Ensemble in der gut besuchten Alten Aula der Universität eine aussagekräftige Visitenkarte ab. In Haydns „Zigeunertrio“ setzten die wunderbar spritzig-agile Pianistin und die wahrhaft exquisit klingende Geigerin nicht nur im berühmten „Rondo all’ongarese“-Finale vergnüglichste Akzente. Mit Frank Martins „Trio sur des mélodies populaires irlandaises“ von 1925 folgte der wohl bekannteste und bedeutendste Schweizer Gattungsbeitrag überhaupt – ein neoklassizistisches Kabinettstück, dessen ebenso geistvolle wie zündende Folkloreadaption dankbarstes Material bieten. Ihre tiefe Vertrautheit mit der charakteristisch eleganten und transparenten Klangsprache des Landsmannes führten die drei Fontane-Musiker beim Heidelberger Konzert in souveräner Feinabstimmung vor – mit geschmackvoll verinnerlichten Adagio-Soli des Cellisten und superbem Damenduo in den Ecksätzen. Tschaikowskys monumentaler a-Moll-Solitär op. 50 fordert von den Interpreten große Virtuosität, intensives Gefühl und – gerade in seinem Variationenteil – besonderen spielerischen Esprit. Die Musiker blieben insofern absolut nichts schuldig: Wie stilsicher und brillant sie ihre opulenten Parts beseelten, ließ wohl die Herzen aller Tschaikowsky-Fans in der Alten Aula höher schlagen. Dass diese Tschaikowsky-Deutung bei aller Süffikeit nie zu kitschig-sentimentaler Schwerfälligkeit neigte, unterstrich erst recht ihr überdurchschnittliches Format.“