Rauschende Ballnacht

ZÜRCHER UNTERLÄNDER, 7. Januar 2014

Steffanie Gohr
Beim Neujahrskonzert verwandelte das Trio Fontane die Mühle Otelfingen mit ungarischen Reigen, Walzern und Tangos in einen Tanzsaal. Ausserdem überraschte das Trio mit einem Schweizer Komponisten.
Die drei Interpreten geniessen die technischen Herausforderungen, auch in Solopartien. Mehrere Gäste raunen „super“, und eine Besucherin schwärmt hingerissen: „Die drei Musiker beeindrucken mich sehr“.
Eine sprudelnde Idee des Trios ist die Aufführung des Schweizer Pianisten, Dirigenten und Komponisten Boris Mersson, der 2012 mit 92 Jahren starb. Seine „Capricciosa“ über ein Virginisches Volkslied und „Eine kleine Plauderei“ sind ein reicher Brunnen voller munterer Passagen, die das Publikum zum Schmunzeln bringen, und ungewöhnlichen melancholischen und dramatischen Wendungen.
Auch Merssons Triobearbeitung der „Moldau“ von Smetana zeugt von Ideenreichtum. Mersson und dem Trio Fontane gelingt es, das Plätschern, An- und Abschwellen und Tosen des Wassers zu einem ungehörten Erlebnis zu machen. Tosend ist dann auch der Applaus.

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