St. Galler Oberland Nachrichten

Trio-Konzert im Alten Bad Pfäfers auf höchstem Niveau

„Es war ein märchenhaftes Spiel auf 52 weissen und 36 schwarzen Tasten, auf zwei mal vier Saiten mit drei Künstlern, die schon seit elf Jahren zusammen musizieren, mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurden und weit über die Landesgrenze hinaus bekannt sind. Jetzt zudem auch in dieser Region.

von Reto Neurauter
Das junge Trio Fontane verbreitete am Sonntag im Alten Bad Pfäfers sozusagen höchste musikalische Glücksgefühle – äusserst schwungvoll und lüpfig. Schon bei Haydns Trio in Es-Dur „in the German style“ bewegten sich die jungen Musiker Noëlle Grüebler (Violine), Andrea Wiesli (Klavier) und Jonas Kreienbühl (Violoncello) auf erstaunlichstem Niveau. Ihre Sicherheit in den Tempi, im Zusammenspiel und den Einsätzen war frappant. Und weil noch Spielwitz und Spielfreude dazu kamen – die waren das ganze Konzert hindurch äusserst präsent -, hiess es für die Zuhörerschaft, in Glücksgefühlen schwelgen. Gefühlvoll interpretierte das Trio die Walzer-Märchen von Eduard Schütt – Töne, die schmeichelhaft waren. Ebenso begeisterte Frank Martins Trio über irländische Volkslieder das Publikum an diesem Sonntag Nachmittag. Ein weiterer Höhepunkt, für den es sich lohnte dabei zu sein, und der einem durchaus auf andere (Ferien-) Gedanken bringen konnte. Smetanas ‚Moldau‘ ist eigentlich ein Orchesterwerk, das der Pianist Boris Mersson für Trios wie dasjenige wie ‚Fontane‘ bearbeitet hat. Und wie er das getan hat, und wie es das Trio Fontane interpretiert hat. Etwas einzigartiges, wenn ein Trio ein so bekanntes Orchesterwerk aufführt. Das hat viel Reizvolles in sich, da darf man ruhig ein wenig träumen.“

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